Nach ihrem viel beachteten Auftritt auf der BOOT Düsseldorf im Jahr 2000 schien für die ABORA I ein neues Kapitel zu beginnen. Das Schilfboot, Symbol eines kühnen Forschungsansatzes, wurde auf der Düsseldorf BOAT 2000 ausgestellt – greifbar nah für die Menschen vor Ort. Doch nur zwei Wochen später nach ihrem Rücktransport geschah das Unfassbare.

In einer Nacht, die alles verändern sollte, fiel die ABORA I einem Brandanschlag zum Opfer.
Flammen zerstörten nicht nur ein Schiff – sie trafen eine Vision. Vermittelt durch den ehemaligen FDP-Chef Guido Westerwelle erhielten wir erstmals Kontakt zu Großsponsoren. Sie alle waren motiviert, uns zu fördern. Ein Sponsor wollte sogar, dass die ABORA I restauriert, die Olympischen Spiele in Athen 2004 eröffnen sollte…

Doch dann kam die Hiobsbotschaft – unbekannte Täter zündelten an unserer ABORA I und bannten uns zurück in die Steinzeit. Ein Millionenschaden. Und keiner wollte mehr durch die Negativnachrichten mit uns zusammenarbeiten.

Was als Rückschlag begann, wurde zugleich zu einem Wendepunkt.
Denn aus der Asche der ABORA I entstand etwas Größeres:
der unerschütterliche Wille, die Geschichte neu zu erforschen – und die Reise fortzusetzen.

Die ABORA I wurde zwischen 1997 bis 1999 in Deutschland und auf Sardinien gebaut. Sie segelte 1999 im westlichen Mittelmeer zwischen den Inseln Sardinien, Korsika, Elba bis zur italienischen Hafenstadt Piombino. Es war unsere erste Großexpedition. Danach erhielten wir von unserem ehemaligen Sponsor Turisardo Düsseldorf die Möglichkeit, uns mit dem geborgenen Schiff auf der BOAT 2000 zu präsentieren

Die Ausstellung auf der BOAT 2000 endete zwar mit einem riesigen Erfolg. Doch nur zwei Wochen nach dem Rücktransport in die sächsische Heimat nach Auligk bei Pegau (nahe Leipzig) wurde sie ein Opfer des Feuers. Die Polizei konnte die Täter nie ermitteln. Sie hatten uns jedoch mit diesem furchtbaren Akt in die Steinzeit zurück katapultiert…

Die Ausstellung in Düsseldorf endete sehr erfolgreich. Es lagen mehrere Angebote vor, unsere Expedition in einem viel größeren Rahmen fortzusetzen. Das griechische Unternehmen MINOAN LINES wollte uns die ABORA I sogar für 4 Millionen DM abkaufen, um mit ihr die Olympischen Spiele 2004 zu eröffnen!!! Mit dieser Summe hätten wir die ABORA I nicht nur total rekonstruiert, sondern auch mit einer neuen ABORA II die Olympischen Spiele würdig eröffnet…

Einer der neu gewonnenen Förderer war der aufstrebende FDP Generalsekretär Guido Westerwelle. Er war über Schiff, Crew und Projektidee als Freier Demokrat total begeistert und zündete den ehemaligen Telekom-Chef Ron Sommer an, uns in der Zukunft zu sponsoren. Durch die negativen Nachrichten in den Medien sprangen jedoch unsere „Neulinge im Sponsoring“ genauso schnell ab, wie sie gekommen waren! Dabei trugen wir für die Brandanschlag nicht die geringste Verantwortung.

Welch einen prächtigen Eindruck hätte unsere ABORA I auf der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen gemacht? Außer einem Haufen Asche und zerstörter Hoffnungen blieb uns nichts außer unsere Zuversicht mit einem neuen Projekt – der ABORA II – es noch einmal zu versuchen.